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verflixt und zugedreht...

Wer kennt das nicht...
Da hat man Hunger, möchte sich etwas kochen und dann das. Man bekommt das Glas nicht auf mit der leckeren Beilage zum Inhalt.
Wer mich kennt, der weiß, ich bin nun weiß gott kein Kind von Traurigkeit (4 Jahre Hochleistungssport durch's Rudern sei dank), aber heute bin auch ich mal wieder kurz vorm Scheitern gewesen.

Stand ich also vorm Herd heut Abend... Kartoffeln kochten bereits, das Fleisch war auch langsam durch - fehlte also nur noch die passende Beilage.
Apfelrotkohl aus'm Glas sollte es werden... Jahaaaaa... dachte ich eigentlich, schnappte mir das Glas und wollte es aufdrehen. - Nix da... Rührte sich der Deckel keinen Millimeter. Also nochmal Hände fettfrei gemacht - Glas auch nochmal gesäubert und dann noch einmal mit aller Kraft versucht, dieses dämliche Ding aufzudrehen... wieder nix...
Was also tun...? Kartoffeln erstmal runtergenommen vom Herd und so ziehen lassen - konnte sich ja schließlich nur noch um Stunden handeln, bis der Rotkohl im Topf landete, um ihn warm zu machen und nochmal abzuschmecken mit frischen Apfelstücken und ner Brise Zucker.

Da stand er also... mein Feind... - das Glas.
Als nächstes Griff ich zu etwas härteren Mitteln. In die Mitte vom Deckel mit was hartem und spitzen zu schlagen hat eigentlich immer geholfen. Aber nichts tat sich, als ich erneut versuchte, es aufzudrehen - der Deckel war immerhin in der Mitte gut eingedrückt und die Enden beugten sich leicht nach oben. Hm.... schien wohl doch keine Luft ins Glas gekommen zu sein.
Als nächstes überlegte ich, ob ich hier irgendwas habe, um eine höhere Hebelwirkung zu erzielen beim Versuch es aufzudrehen - ein Blick zur Werkzeugkiste... hm... nicht wirklich... Zange - sinnlos... Schraubendreher? - Auch nicht wirklich... vielleicht klappt's mit dem Hammer? - Hm... zur Not zerschlag ich halt das Glas - aber dies sollte dann erst der wirklich letzte Schritt sein.

Also wie bekomme ich ich nun Luft ins Glas, bzw. den Unterdruck aus dem Glas heraus? - Ja... blöde wie es klingt... hab ich doch tatsächlich dieses sich sehr stark wehrende Verpackungsmaterial mit einem Korkenzieher bezwungen.
Vorsichtig ein Loch in den Deckel gebohrt (glücklicherweise bin ich nicht abgerutscht... tut sicherlich ganz schön weh, wenn man einen Korkenzieher in der anderen Hand stecken hat, die das Glas festhält...) und schon zischte es... geschafft. Ging auf einmal alles so einfach und ich kam doch noch in den Genuss meines Abendessens samt Apfel-Rotkohl als Beilage.

Nun... dann stellt sich mir nur die Frage... wie zum Kuckuck soll das denn die Alte Oma 2 Straßen weiter aufbekommen?
5 Minuten hab ich an diesem Glas gehangen, bis ich es endlich auf hatte... Großmütterchen verhungert dann eben oder was denken sich die Hersteller dabei?
Wie wäre es mit Rotkohl im Beutel? - Bei Sauerkraut geht's doch auch...

Überhaupt hab ich mich heute sehr über diverse Verpackungsmaterialien mehr als nur einmal aufgeregt.
Die uns allseits bekannte Milch - in nem 1 Liter - Tetrapack. Neuerdings beim Supermarkt meines Vertrauens mit einer lustigen Technik versehen - wie ich doch die Milch nun zu öffnen habe. Mit nem Schraubverschluss. Okay... gut... dachte ich mir also... Deckel abdrehen, Milch auskippen und hinterher Deckel wieder drauf - eigentlich ganz einfach.
Aber nee.... der Ausguss noch einmal verschweißt mit einem Stück Plastik-irgendwas. Daran befestigt eine art Schlaufe, um dieses Ding dort herauszuziehen. Gut... also erstmal mit den Fingern drinne rumgepuhlt, bis ich endlich mal die Schlaufe zu fassen bekam, meinen Zeigefinger durchschieben und dran ziehen konnte. Tat ich dann auch. plopp... hm... irgendwas ist hier gerade gewaltig schief gelaufen...
Schlaufe kaputt - Milch noch zu.

Toll... da fängt der Tag doch super an, wenn die Cornflakes auf ihr Bad in der Milch warten, der Magen knurrt und überhaupt. - Also Messer gezückt, und versucht da ein Loch reinzubohren... ging auch nicht so einfach - war das doch ein recht widerspenstiger Verschluss. Letztenendes habe ich es dann doch noch geschafft, aber vom Genießen der Milch keine Spur mehr.

Es ist ja gut und schön, wenn Lebensmittel generell vor Bakterien etc. geschützt werden sollen. Aber das sie auch davor geschützt werden, dass man sie verzehren kann, ist mir neu. Vielleicht eine neue Marketingstrategie des Deutschen Gesundheitswesens, das pro-Kopf-Körpergewicht der Deutschen im Schnitt um 1-2 Kilo zu senken, in dem einfach die Lebensmittel so verpackt werden, dass sie gar nicht erst gegessen werden können? Oder aber man einfach vorher einen gewissen Einsatz bringen muss um an Nahrung zu kommen?

Klar - das muss es sein.... unsere Urahnen mussten das Essen schließlich auch erst fangen, bevor's auf dem Teller landen konnte. Und schließlich... erst die Arbeit - dann das Vergnügen. Jetzt weiß ich auch endlich, woher dieser Spruch kommt.

Nun... mal schauen, was mich morgen daran hindert, mir den Bauch vollzuschlagen.

In diesem Sinne...

Auch die Ewigkeit besteht aus Augenblicken...

 


4.3.07 06:13
 


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